Die Flasche mit dem Totenkopf
Ich war wandern im schönen Marchfeld, dann etwas abseits des Hauptweges weil man muss ja auch mal austreten. Während ich fröhlich den Baum gieße sehe ich da etwas am Boden in der Sonne blitzen. Tatsächlich, da liegt eine kleine braune Flasche. Mit einem Totenkopf drauf. 1,1,2,2-Tetrachlorethan - natürlich ein hochgiftiges und krebserregendes Lösungsmittel. Da hinten im Wald liegt noch mehr Müll herum. 200 Meter weiter beginnt ein Landschaftsschutzgebiet. Nur wenige Meter hinter mir befindet sich ein offener Feldbrunnen an einem Gemüsefeld. Am nächsten Tag frage ich mich, was in dem guten Spinat aus heimischem Anbau, der bei uns zuhause auf dem Mittagstisch steht, noch alles für Zusatzstoffe drinnen sind.
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Auf meinem Spaziergang nach dem Homeoffice stand ich plötzlich vor einer Waschmaschine und einigen anderen Haushaltsdingen. Fernseher, Bürostuhl, Teile von einem Schrank. Alles dabei für den Haushalt, als ob jemand hier wohnen würde auf dem Feld. Dann ein paar hundert Meter weiter, liegt im Windschutzgürtel ein Küchenherd, daneben Computerteile, Teil zwei von diesem Schrank und etliche Farbkübel. An der nächsten Wegabzweigung stoße ich auf Kisten mit leeren Ordnern, viele zertrümmerte Möbelstücke, Fetzen, Teppiche. Später am Abend lese ich auf Facebook, das noch über 1 Kilometer weiter überall Sperrmüll in den Büschen liegt. Naja, ging wohl ein bissl der Wind. Vielleicht macht sich unsere Exekutive diesmal die Mühe, die Drecksau zu erwischen. Anderswo würden da Körperteile abgeschnippselt.
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