Kanalbenützungsgebühren verbrauchsabhängig verrechnet in Niederösterreich
Franz muss mit seiner Familie bald hier schlafen, denn er hat schon das 2. Jahr in Folge viele tausend Euro für den Verbrauch von ca. 150 m³ Kaltwasser verrechnet bekommen. Wie geht das? Die abrechnende Firma hat die Kanalbenützungsgebühren verbrauchsabhängig verrechnet, obwohl die Gemeinde in der Franz wohnt diese Gebühren pro Flächeneinheit vorschreibt. Für den Kaltwasserteil der Abrechnung wurden einfach eine Gesamtsumme aller Wasserverbrauchskosten + Kanalbenützungsgebühren + Bereitstellungsgebühren des Wohnhauses gebildet, und die dividiert durch den Gesamtwasserverbrauch des Hauses. Der Faktor, der dabei rauskam wurde nun multipliziert mit dem Wasserverbrauch von der Wohnung von Franz, und das Ergebnis sind die Kaltwasserkosten für Franz, netto. Da viele Wohnungen im Haus wo Franz wohnt noch leer stehen, also keinen Verbrauch hatten, kam Franz mit einem Riesenanteil an der o.g. Gesamtsumme zum Handkuss.
Natürlich gibt es Gesetze, und Franz weis das inzwischen. Auch nette Journalisten helfen ihm bereits. Keine Angst, er muss in gezeigter verfallener Hütte niemals einziehen. Der Kerker wo korrupte Betrüger hinkommen, sieht hoffentlich schlimmer aus.
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