Müll und Kaugummis

Eine typische Bushaltestelle in Deutsch Wagram. Wir sind halt eine typische Schulstadt, so gibt es auch heute noch an fast jeder Ecke diese Kaugummiautomaten. Mit 20 Cent ist man schon dabei. Wer mehr als nur auf mindestens 500 verschiedenen gesundheitsschädlichen und mit Sicherheit sehr gut schmeckenden Stoffen herumkauen mag, kann für 2 Euro am Automaten daneben so eine große Kugel mit einer tollen Überraschung drinnen rauslassen, z.B. eine Paw-Patrol Figur oder irgendeinen Heldenkämpfer. Das verkürzt dann auch die Wartezeit auf den Bus. Und wem es trotzdem zu langweilig wird, der kritzelt einfach einen lässigen Spruch auf die Bank oder auf den Mülleimer. Oft wird über den Fußballverein aus dem 10. Wiener Bezirk geschrieben.

Kacken wie die Römer

Die Römer waren ein sehr fortschrittliches zivilisiertes Volk. Sie hatten diese Latrina. Die Fäkalien flossen durch einen Kanal in eine Klärgrube oder einen Graben ab. Die römischen Toiletten waren auch ein Zentrum der Kommunikation. Hier saß man nebeneinander und tauschte in Gesprächen Infos aus, quasi wie Frauen beim Friseur. Kübel mit Wasser waren aufgestellt, in denen sich Schwämme befanden, die man zur Reinigung nach einer großen Sitzung verwendete. Oft war noch vor den Latrinas eine schmale Wasserrinne im Boden eingelassen, in denen der Schwamm befeuchtet und gewaschen wurde. Große Latrinas befanden sich in Privathäusern reicher Bürger, sonst vor allem in Thermen und natürlich öffentlichen Gebäuden. Die beliebten Treffpunkte waren damals keine stillen Örtchen, und niemand brauchte sich beim Klogang zu schämen. Sauberkeit und Hygiene war für damalige Verhältnisse großgeschrieben. Und die Toiletten waren mit Sicherheit sauberer als so manches U-Bahn Klo heute oder gar das WC in der Arbeit, das meistens absichtlich beschissen verlassen wird, um den Kollegen hinterhältig eins reinzuwischen.

Sommer Sonne Sonnenblumen

Unser Sommerurlaub steht vor der Tür. Hurra! Was passt da nicht besser zur Einstimmung als dieses Bild von den Marchfelder Sonnenblumen bei Helmahof. Man muss ihnen halt Wasser geben, sonst hängen die Köpfe. Vor allem kommende Woche, wo über 42 Grad angesagt sind. Dann noch ein bisschen Wind dazu, das sich die Windräder drehen, dann brauchen wir weniger Öl und Kohle verheizen. Greta hüpft im Kreis. Aber ab morgen gibt's kein Gas mehr, aus die Maus. Ab Herbst gleich ab in die Kurzarbeit? Oder mit Corona auf die Intensivstation, falls überhaupt noch was frei ist. Doch jetzt freuen wir uns erstmal auf den Sommerurlaub.

Der große Kasten

Im Weinviertel stehen viele dieser mächtigen Schüttkästen in der Nähe von Herrschaftssitzen wie Schlössern oder Klöstern. Im Bild der Schüttkasten vor dem Schloss in Niederkreuzstetten. Viele dieser riesigen Getreidespeicher wurden schon im 17. Jahrhundert, im Stil des Barock errichtet.  Heute stehen viele der alten Kästen leer, sind halb verfallen. Einige wurden aber renoviert und neuen Funktionen gewidmet, z.B. als Veranstaltungszentrum, Gasthaus, Gemeindesaal oder Verwaltungsgebäude.

Ab in den Keller

Weil ich zugereister Weinviertler bin, mag ich Kellergassen. Und natürlich auch unseren guten Wein. Die Kellergassen des Niederösterreichischen Weinviertels sind Anwärter für die Liste vom UNESCO Weltkulturerbe. Und wenn unsere Kellergassen dann Weltkulturerbe sind, dann gehen wir in einen Keller, z.B. nach Jedenspeigen (hier auf dem Foto) und lassen es mal wieder so richtig krachen.