Kanalbenützungsgebühren verbrauchsabhängig verrechnet in Niederösterreich
Franz muss mit seiner Familie bald hier schlafen, denn er hat schon das 2. Jahr in Folge viele tausend Euro für den Verbrauch von ca. 150 m³ Kaltwasser verrechnet bekommen. Wie geht das? Die abrechnende Firma hat die Kanalbenützungsgebühren verbrauchsabhängig verrechnet, obwohl die Gemeinde in der Franz wohnt diese Gebühren pro Flächeneinheit vorschreibt. Für den Kaltwasserteil der Abrechnung wurden einfach eine Gesamtsumme aller Wasserverbrauchskosten + Kanalbenützungsgebühren + Bereitstellungsgebühren des Wohnhauses gebildet, und die dividiert durch den Gesamtwasserverbrauch des Hauses. Der Faktor, der dabei rauskam wurde nun multipliziert mit dem Wasserverbrauch von der Wohnung von Franz, und das Ergebnis sind die Kaltwasserkosten für Franz, netto. Da viele Wohnungen im Haus wo Franz wohnt noch leer stehen, also keinen Verbrauch hatten, kam Franz mit einem Riesenanteil an der o.g. Gesamtsumme zum Handkuss.
Natürlich gibt es Gesetze, und Franz weis das inzwischen. Auch nette Journalisten helfen ihm bereits. Keine Angst, er muss in gezeigter verfallener Hütte niemals einziehen. Der Kerker wo korrupte Betrüger hinkommen, sieht hoffentlich schlimmer aus.
Die Flasche mit dem Totenkopf
Ich war wandern im schönen Marchfeld, dann etwas abseits des Hauptweges weil man muss ja auch mal austreten. Während ich fröhlich den Baum gieße sehe ich da etwas am Boden in der Sonne blitzen. Tatsächlich, da liegt eine kleine braune Flasche. Mit einem Totenkopf drauf. 1,1,2,2-Tetrachlorethan - natürlich ein hochgiftiges und krebserregendes Lösungsmittel. Da hinten im Wald liegt noch mehr Müll herum. 200 Meter weiter beginnt ein Landschaftsschutzgebiet. Nur wenige Meter hinter mir befindet sich ein offener Feldbrunnen an einem Gemüsefeld. Am nächsten Tag frage ich mich, was in dem guten Spinat aus heimischem Anbau, der bei uns zuhause auf dem Mittagstisch steht, noch alles für Zusatzstoffe drinnen sind.
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Auf meinem Spaziergang nach dem Homeoffice stand ich plötzlich vor einer Waschmaschine und einigen anderen Haushaltsdingen. Fernseher, Bürostuhl, Teile von einem Schrank. Alles dabei für den Haushalt, als ob jemand hier wohnen würde auf dem Feld. Dann ein paar hundert Meter weiter, liegt im Windschutzgürtel ein Küchenherd, daneben Computerteile, Teil zwei von diesem Schrank und etliche Farbkübel. An der nächsten Wegabzweigung stoße ich auf Kisten mit leeren Ordnern, viele zertrümmerte Möbelstücke, Fetzen, Teppiche. Später am Abend lese ich auf Facebook, das noch über 1 Kilometer weiter überall Sperrmüll in den Büschen liegt. Naja, ging wohl ein bissl der Wind. Vielleicht macht sich unsere Exekutive diesmal die Mühe, die Drecksau zu erwischen. Anderswo würden da Körperteile abgeschnippselt.
Farben vor der Schule
Diese Bäume stehen im Hof der Volksschule in unserem Ort und wie ihr sehen könnt bietet sich hier jeden Herbst ein prächtiges und vielfältiges Farbenspiel. Die Kinder beachten das nicht so, für sie ist Diversität im Alltag allgegenwärtig. Heute ist das so, bei uns. Früher war das mal nicht so. Und wenn Epsteins blonder Freund so weitermacht in der Welt kommen vielleicht noch andere dazu, die es so drehen wollen wie es früher mal war.
Doch was wollen uns diese bunten Blätter nun sagen? Sie fallen alle zu Boden, denn alles ist vergänglich und alles kommt dorthin wo es hinkommen muss. Asche wird zu Asche, Staub zu Staub. Und Scheiße wird in der Kläranlage vernichtet, außer man steigt rein.
Ein Wiener Tschusch im Weinviertel
Mirco, eingefleischter Rapid-Fan und stolzes Mitglied des Wiener Tschuschen Fanclubs, hatte eine Mission: Er wollte das Weinviertel ein bisschen „grüner“ machen – im Rapid-Sinn natürlich. Bewaffnet mit einem fetten Aufkleber mit der Aufschrift „Wiener Tschuschen – Immer dabei!“ zog er los.
Nach ein paar Spritzern in der Dorfkneipe fand er endlich das perfekte Ziel: eine Laterne mitten am Hauptplatz. „Perfekt, die braucht ein bisserl Style!“, murmelte er und zückte den Sticker.
Doch kaum hatte er ihn draufgeklebt, ertönte eine Stimme hinter ihm: „Jungspund, wos tuast denn do?“ Es war der örtliche Gendarmerie-Opa Sepp, der gerade mit seinem Dackel Gassi ging.
Mirco schluckte. „Äh… Kunstprojekt?“
Sepp musterte den Sticker, dann Mirco, dann wieder den Sticker. Schließlich grinste er. „Des is wenigstens a gscheiter Verein, net so wia de aus Hütteldorf!“
Mirco atmete erleichtert auf. „Äh… Sepp, Hütteldorf ist Rapid.“
Der Alte blinzelte. „Na servas, dann trink ma a Achterl drauf!“
Und so endete Mircos Mission mit einem spontanen Heurigenbesuch – und einem grün-weißen Sticker, der bis heute stolz die Laterne ziert.
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