Kanalbenützungsgebühren verbrauchsabhängig verrechnet in Niederösterreich
Franz muss mit seiner Familie bald hier schlafen, denn er hat schon das 2. Jahr in Folge viele tausend Euro für den Verbrauch von ca. 150 m³ Kaltwasser verrechnet bekommen. Wie geht das? Die abrechnende Firma hat die Kanalbenützungsgebühren verbrauchsabhängig verrechnet, obwohl die Gemeinde in der Franz wohnt diese Gebühren pro Flächeneinheit vorschreibt. Für den Kaltwasserteil der Abrechnung wurden einfach eine Gesamtsumme aller Wasserverbrauchskosten + Kanalbenützungsgebühren + Bereitstellungsgebühren des Wohnhauses gebildet, und die dividiert durch den Gesamtwasserverbrauch des Hauses. Der Faktor, der dabei rauskam wurde nun multipliziert mit dem Wasserverbrauch von der Wohnung von Franz, und das Ergebnis sind die Kaltwasserkosten für Franz, netto. Da viele Wohnungen im Haus wo Franz wohnt noch leer stehen, also keinen Verbrauch hatten, kam Franz mit einem Riesenanteil an der o.g. Gesamtsumme zum Handkuss.
Natürlich gibt es Gesetze, und Franz weis das inzwischen. Auch nette Journalisten helfen ihm bereits. Keine Angst, er muss in gezeigter verfallener Hütte niemals einziehen. Der Kerker wo korrupte Betrüger hinkommen, sieht hoffentlich schlimmer aus.
Euer Wille geschehe
Es war ein ruhiger Vormittag in einem kleinen, beschaulichen Ort in Niederösterreich, als plötzlich ein mystischer Glanz vor dem Dorfplatz lag – jedenfalls laut der neuen FPÖ-Plakatkampagne, die wie ein göttliches Zeichen aus der Großstadt herabgesandt wurde. „Euer Wille geschehe“, prangt in großen Lettern auf dem Plakat, das von einer Laterne schief befestigt wurde.
Die Dorfbewohner sind geteilter Meinung: „Die glauben wohl, sie wären der Messias!“, murmelt ein älterer Herr, während er mit seiner Zeitung die Fliegen vertreibt. Eine Frau neben ihm fragt scherzhaft, ob sie jetzt den Kirchenglocken lauschen oder das Kreuzworträtsel lösen solle. Währenddessen nutzt ein Hund die Gelegenheit, das Plakat auf seine eigene Weise zu kommentieren – unbeeindruckt von der politischen Botschaft. Der Slogan klingt vielleicht erhaben, doch die Realität auf dem Kopfsteinpflaster ist es weniger. Der Ort bleibt skeptisch. Die Botschaft? Himmlisch. Die Reaktion? Bodenständig. Und was nun kommt werden wir ja sehen.
Falsche Schilder
Am Biotop in Auersthal stehen diese Schilder. Zwei davon sind eigentlich überflüssig. Eis kann man hier aufgrund des Klimawandels kaum auf dem Wasser sehen, und wenn dann ist die Eischicht so dünn das kein Kind einen zweiten Schritt drauf wagen würde. Und Fische... habe ich hier noch nie gesehen. Das mit dem Müll macht ja noch Sinn, sonst würden statt drei leeren Red Bull Dosen womöglich mehr am Ufer herumliegen.
Abgeholzt
Ich nehm den oberen Weg
Kacken wie die Römer
Rosen vor der Tür
Heute stach mir in Schleinbach dieser Rosenstock neben der ausgehängten Tür ins Auge. Gegen Ende des Spaziergangs zum Kreuttaler Aussichtsturm kam ich hier vorbei. Mit dem Zug bin hierher gefahren, nur wenige Stationen, für einen kleinen Ausgang nach dem Besuch bei der Schwiegermutter. Bei ihr in der Nähe hat gerade ein Herr meiner Altersklasse Möbel und Elektrogeräte für sein neues Zuhause eingeräumt. Ein schönes Häuschen mit Garten für seine Familie mit 1 Kind. Sehr gemütlich, und im teuren Speckgürtel von Wien. Egal, zahlt die Republik Österreich, denn er kommt aus der Ukraine. Kein Problem soweit. Sein fettes Auto und seine Markenkleidung hatte er vorher schon. Wieso er hier ist und nicht für sein Land kämpft wie meine Vorfahren, die für unsere Heimat gefallen sind, wissen wir nicht. Ein paar Geldscheine an der Grenze, und geht schon, so läuft es doch meistens. Könnte ich mir nicht leisten, aber egal. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt und die Kreuzchen gehen sicher nicht in die Mitte, den Teil zwischen den Arschbacken. Aber was hat das alles mit unseren Rosen in Schleinbach zu tun? Der Zusammenhang ist in ein paar guten Gläsern Wein zu finden, und einigen Funken Wahrheit.
Bullen Sauerei
Ich sag's gleich, ich war's nicht. Ich schwöre. Das Bahnhofsgebäude in Stillfried an der March ist schon seit ein paar Monaten gräßlich angeschmiert mit mehreren Sprüchen. Hier hat wohl jemand die Polizei nicht sehr gern. Im alten Bahnhofsgebäude wird jeden Samstag ein Bauernmarkt abgehalten. Es gibt auch einen kleinen Selbstbedienungsladen in einem Container, der frische Lebensmittel anbietet. Ein Weinautomat steht für die anderen Genüsse zur Verfügung. Auch vor dem Stillfrieder Hof, dem Gasthaus gegenüber dem Bahnhof auf der anderen Seite der Bernsteinstraße, steht ein Automat vor der Tür. Weil das Gasthaus leider nur noch so selten geöffnet ist. Schade ist das. Die letzen 3 Male als wir in Stillfried waren, war kein Gasthaus und kein Heuriger offen. Ok, im nahen Grub schon. Aber in Stillfried selbst nicht mal der Staringer. Obwohl wir immer am Wochenende da waren. Und heute sogar im Urzeitmuseum recht viel los war. Naja, Digitalisierung, Elektrifizierung und Automatisierung sind eben auch im ländlichen Stillfried auf dem Vormarsch.






